April 28, 2018

Laufende Projekte

Politische Bildung

Politische Bildung ist nicht gleich Staatskunde: Am Expertentreffen in Bern zum Thema „politische Bildung“ ging es vielmehr darum, Mittel und Wege zu suchen, die Jungen zu motivieren und zu befähigen, ihre politischen Rechte (und Pflichten) wahrzunehmen. Handlungsbedarf besteht: Die Wahlbeteiligung ist bei den unter 25-jährigen am tiefsten. Viele Junge gehen nicht wählen, weil sie das Gefühl haben, ohnehin nichts ausrichten zu können. Das Milizsystem stösst vielerorts an seine Grenzen, weil schlicht der Nachwuchs fehlt und die nationale Kohäsion bröckelt.

Generationenvertrag

Was brauchen wir, damit Familien Beruf und Kinder unter einen Hut bringen, Rentner in die Gemeinschaft eingebunden bleiben und sich Menschen in jedem Alter beruflich weiterentwickeln können? Unabhängig vom Ausgang der Abstimmung über die Altersvorsorge 2020 wollen wir schon ein paar Schritte weiterdenken. In diesem Projekt suchen wir innovative Ideen, um den gesellschaftlichen Vertrag zwischen den Generationen wieder auf ein stabiles Fundament zu stellen. Nach einer Ideenküche im Mai arbeiten zurzeit drei Teams je eine Idee zu einem Vorschlag aus.

Gesundheitswesen

Die Gesundheitskosten in der Schweiz steigen stetig an und die Höhe der Krankenkassenprämien wird von der Bevölkerung zunehmend als sehr belastend beurteilt. Gleichzeitig ist die Qualität unseres Gesundheitswesens nur durchschnittlich gut und steht im internationalen Vergleich in keinem guten Verhältnis zu den hohen Kosten.

Wir stellen gemeinsam Diagnose und entwickeln die nötigen Therapieansätze. Gestartet sind wir mit dem Projekt am 14. Februar 2018 in Bern. Kleine Teams feilen zurzeit ihre Ideen aus.

Gleichberechtigung

Wie können wir die Erkenntnisse aus der verhaltensökonomischen Forschung nutzen, um Chancengleichheit herzustellen? Eigentlich sollten ja Talent und Leistungsbereitschaft über den persönlichen Erfolg entscheiden. Das Bostoner Symphonieorchester startete dazu ein spannendes Experiment: Wie bei vielen anderen Orchestern war ihr Frauenanteil gering. Ihre Vermutung: der Rekrutierungsprozess trägt dazu bei, dass Männer überdurchschnittlich häufig aufgenommen werden. Die Antwort darauf simpel: ein Vorhang zwischen Jury und den Vorspielenden. Diese einfache Massnahme führte dazu, dass der Frauenanteil erheblich anstieg.